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4.3.24 Kirchturms-Plan

Die Karte wurde in ein paar hundert Exemplaren gedruckt, durch Freunde in den Häusern von Neuendorf und Umgebung verteilt und wiederholt in der Zeitung veröffentlicht.

Der Autor der Kirchturms-Botschaften fragt sich, wie es weitergehen kann. Dazu möchte er einen Beitrag leisten.

Er steht am Rande des Spielfeldes. Seine Rolle sieht er als Ansprechpartner. Die eigentlichen Akteure müssen andere sein. Selbst wenn er das Geld hätte und der Gemeinde den neuen Kirchturm stiften könnte, würde er ein totes Pferd reiten. Von dem sollte man schleunigst absteigen. So die indianische Weisheit.

Das Projekt muss auf eine breitere Basis gestellt werden. In ihm müssen sich Kirchenmitglieder, Kirchennahe und Kirchenferne wiederfinden. Denn alle zusammen haben das gleiche Motiv: Die Kirche in Neuendorf muss wieder einen Turm bekommen. Weil Kirche plus Turm für alle und jeden signalisiert: Hier ist Heimat, meine Heimat im Fläming.

Das Projekt bedarf eines Gesichtes für die mediale Öffentlichkeit. Old white Men taugen dafür nicht. Ideal wäre eine junge Frau aus der unmittelbaren Region.

Die Kirchengemeinde würde sich selbst in eine Sackgasse manövrieren, wenn sie in einem kleinen Kreis von Zuständigen und Fachleuten das Projekt auf den Weg bringt und die finanziellen Mittel auftreibt. Als Besitzerin des Gotteshauses muß sie die Planungen in allen Phasen bekannt machen.

Ist der Bau des Turmes auch ein Projekt für alle Einwohner Neuendorfs (und der umliegenden Dörfern wie Kleinmahrzehns, Rädigke) egal, ob sie nun Kirchenmitglieder sind oder nicht, dann legt es sich nahe, in einem nächsten Schritt zu einer öffentlichen Ausschreibung einzuladen.

Es geht um einen neuen Turm, nicht um die Nachbildung des alten. Zumal die Glocke ihren Ort längst gefunden hat und nicht mehr im Turm aufgehängt werden muss. Ob die alte Feldsteinmauer, wie auf dem Bild zu sehen, wieder errichtet werden sollte, ist eine weitere Frage. Der Autor jedenfalls meint das nicht.

Zur Ausschreibung wären Unternehmen aus dem näheren und weiteren Fläming-Umkreis einzuladen. Insbesondere Firmen, die über eine Software verfügen, mit der der neue Turm abgebildet werden kann.

Das Ergebnis der Ausschreibung ist zu veröffentlichen. Jedes Kirchenmitglied und jeder Bürger muss sich ein eigenes Bild von dem Projekt machen können.

Die Entscheidung, welcher Turm final gebaut werden wird, trifft dann die Kirche in ihren Gremien.

Ist nach der notwendigen Diskussion die Entscheidung gefallen, wird um Spenden gebeten. Dafür genügt zunächst eine einfache Erklärung. Das Geld selbst ist erst mit Baubeginn einzuzahlen. Alle Spender, egal mit welchem Betrag, werden in der Neuendorfer Kirche resp. dem Turm für alle Zeiten verewigt. So eine Art Vorraum zum ewigen Leben.

© Martin Krolzig