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Soldatenfriedhof_2.

Ob mein alter Blog-Eintrag “Soldatenfriedhof” vom Januar 2020 – Stichwort Wunder der Versöhnung mit den Russen – durch den Angriffskrieg der russischen Armee vom 24. Februar überholt besser überrrollt wurde?

Damals bezog ich mich auf einen Kommentar von Reinhard Veser in der FAZ. Er thematisierte unser Verhältnis zu Israel auf dem Hintergrund der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee und bezog sich auf Rede des Bundespräsidenten in Yad Vashem. Er schloss mit dem Hinweis “…denn auch im Verhältnis zu den Russen wäre es angebracht, von einem Wunder der Versöhnung zu sprechen“.

Renhard Veser bekam die Kurve in seiner journalistischen Karriere . Sein Thema wurde der Krieg. In der FAZ berichtete und kommentierte er, was die Russen im Osten Europas . Kein Wort mehr vom Wunder der Versöhnung von Deutschen und Russen.

Da Veser unsere Geschichte mit den Juden und den Russen parallelisiert, wollen wir das auch für einen Moment tun. Angenommen, es käme zu einer abrupten Wende in der israelischen Politik etwa gegen die Araber und in deutschen Landen erhöbe sich der Ruf, jetzt aber Schluß mit dem Gerede von der Versöhnung mit den Juden – da würden viele zu Recht einwenden, eins habe doch mit dem anderen nichts zu tun. Versöhnung ist ein ein langfristig über Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte angelegtes Projekt.

Das meinen wir allerdings auch in unserem Verhältnis zu den Russen. Damals hatte ich geschieben,,

Nun benutzt Reinhard Veser zwei zentrale religiöse Begriffe Wunder und Versöhnung ohne allerdings eine Ahnung davon zu haben, was er da schreibt.